Das Project – DE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Ausgangssituation

Laut einer Analyse der Beschäftigungspolitik durch die Weltbank und andere Recherchen sind weniger als 2 von 10 Personen mit Lernschwierigkeiten angestellt. Auch eine Studie des Charity Mancap (UK) weist darauf hin, dass 65% der Personen mit Lernschwierigkeiten, einschließlich Personen mit Down-Syndrom, arbeiten möchten, aber weniger als 20% derjenigen im arbeitsfähigen Alter sich momentan in einem Beschäftigungsverhältnis befinden.  

Ausgehend von den maßgeblichen Statistiken von Eurostat und EDSA, die im Anhang 1 des Projektantrags zu finden sind, ist das Down-Syndrom die gängigste Ursache für schwächere bis mittelschwere Lernschwierigkeiten und betrifft zwischen einem von 1.500 und einem von 400 Babys, abhängig vom Herkunftsland, Alter der Mutter und Richtlinien zur elterlichen Vorsorge.  

Da die Lebenserwartung von Personen mit besonderem Lernbedarf, kurz SN (für special needs), steigt, nimmt die SN-Bevölkerung in der EU proportional zu (etwa 200.000 Personen in Europa).

 

Durch die Einbeziehung anderer kognitiver Einschränkungen, wie Autismus, wird die Anzahl von Personen mit Lernschwierigkeiten auf mindestens 1% der gesamten EU-Bevölkerung geschätzt. Solche spezifischen Krankheiten beeinflussen die Lernmöglichkeiten und die allgemeine Lebensqualität von SN selbst und ihrer Umgebung, nämlich ihrer engsten Verwandten oder Betreuer/innen. SN sind selten in traditionelle Lern- oder Trainingswege eingebettet, so dass ihr Arbeitspotential, so gering es auch sein mag, weder verbessert noch bereichert oder „genutzt“ wird.

Das Projekt

Das Projekt zielt darauf ab, der Abhängigkeit von Menschen mit besonderem Bedarf von ihren Familien entgegenzuwirken, also ihre Selbstständigkeit zu unterstützen. So wird die aktive bürgerliche Beteiligung der Zielgruppe gefördert, indem sie Kenntnisse erwirbt, die sie am Arbeitsmarkt nutzen kann – im Falle von Pacetraining in den Bereichen Hotellerie und Gastgewerbe. Die Zielgruppe wird dadurch unabhängiger und hat die Möglichkeit, künftig eigenes Einkommen zu erwerben, indem die Lernenden, angepasst an ihr individuelles Lerntempo, Fähigkeiten von qualifizierten Trainer/innen erwerben. 

Um solche Ergebnisse erzielen zu können, ist es notwendig, spezielle Trainingsprogramme zu konzipieren, zu testen und umzusetzen, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihnen angemessene Fertigkeiten lehren, die letztendlich auch für Arbeitgeber ansprechend sind. Aus diesem Grund entwickelt und testet das Projekt einen umfassenden Ansatz zur Erstellung und Durchführung von Lernwegen, die zu einer möglichen Qualifikation in den Bereichen Tourismus, Gastgewerbe und Hotellerie führen können (aber auch auf andere berufliche Bereiche übertragbar ist.)

Hauptaktivitäten im Projekt

1 – Identifizierung der Berufe, deren Tätigkeiten von Personen mit erhöhtem Lernbedarf ausgeübt werden können

2 – Erstellung eines spezifischen Qualifikationsweges, einschließlich Identifizierung der Lernergebnisse, Einteilung in Lerneinheiten und Bewertungsverfahren, außerdem Pilotierung des Lernmodells (zweimal während der Projektlaufzeit)

3 – Vermittlung von erforderlichen Fähigkeiten für Trainer/innen (z. B. Ausbilder/Lehrkräfte) damit sie ihre Aufgaben mit den Zielgruppen angemessen erfüllen können: Erstellung und Durchführung einer Trainingsmethodologie basierend auf gemeinsamen Inhalten 

4 – Planung der bereichsspezifischen Kommunikation mit dem Arbeitsmarkt – Schaffung eines günstigen Umfelds für zukünftige Beschäftigungsperspektiven der Zielgruppe.

Das Ziel

Die Initiative richtet sich in gleicherweise an SN-Lernende und Trainer/innen, die eng zusammenarbeiten, Personen mit besonderem Bedarf unterrichten oder unterstützen, außerdem an Familien und Verwandte von SN, sowie an Unternehmen, die Personen mit besonderem Bedarf einstellen: 

>> SN-Lernende: Ziel ist es, das Gesamtmodell zu testen und die Wirksamkeit des Trainingsprogramms zu ermitteln. 

>> Trainer/innen: Ziel ist es, ihnen die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln, um ihre Rolle in Bezug auf Personen mit Lernschwierigkeiten und -beschränkungen besser wahrzunehmen.

>> Familien: Ziel ist es, ein Verständnis für das Lernmodell zu entwickeln und Schulungsmöglichkeiten zu fördern, die ihren SN-Familienmitgliedern geboten werden, und sie zu proaktiven Nebenspielern zu machen.

>> Unternehmen: Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um zu Arbeitgebern für SN-Arbeitnehmer zu werden (Verständnis der eigenen und sozialen Leistungen des Unternehmens).

 

Obwohl es in Europa einige bewährte Verfahren gibt und viele Untersuchungen einen Mehrwert nachweisen, der sich aus der Beschäftigung von SN-Beschäftigten ergibt, wurden Ad-hoc-Schulungsprogramme, die darauf abzielen, sie in den Arbeitsmarkt einzubeziehen, selten vollständig konzipiert oder regelmäßig umgesetzt.

 

Der transnationale Charakter dieser Initiative liegt in der gemeinsamen Nutzung eines Themas: nämlich, SN-Lernenden eine Möglichkeit zu bieten, sich zu bilden und möglicherweise eine Beschäftigung zu finden, um dadurch Geld zu verdienen und zumindest teilweise für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen zu können. So sollen einerseits Verwandte entlastet werden und andererseits den SN-Lernenden zu mehr Unabhängigkeit verholfen werden, damit sie künftig ihr eigenes Budget verwalten können – egal ob für Freizeitaktivitäten oder anderweitig.  

 

Die oben angegebenen Zahlen, die von MENCAP berechnet wurden (siehe Anhang Nr. 1, Referenzbibliographie), zeigen, dass das Problem im Wesentlichen transnational ist, und bilden die Grundlage der Partnerschaft zur Identifizierung, Entwicklung und Weitergabe einer Methodik, die auf eine Reihe potenzieller Ausbildungswege und -bereiche anwendbar ist.

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